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korrekturzeichen

Korrekturzeichen werden zur Korrektur von Texten und Druckfahnen benutzt.
Sie markieren meist am Rand und im Fließtext die zu verbessernden Stellen.

Korrekturzeichen sind in Deutschland in den DIN-Normen DIN 16511 und DIN 16549-1 genormt und in Rechtschreibwörterbüchern (z. B. Duden) gesammelt erklärt.
 Das deutsche System kommt der internationalen Norm ISO 5776 (Proof correction marks) am nächsten, etwas stärker weichen davon die im angelsächsischen Bereich verwendeten Zeichen ab (z. B. nach dem Britischen Standard BS-5261). Eine Übersicht über Korrekturzeichen verschiedener Länder findet sich im DUDEN Satz und Korrektur.

Die aktuellen Normen befinden sich seit längerer Zeit in Revision, da sie einerseits viele Korrekturzeichen für Fehler enthalten, die in moderner Textverarbeitung nicht mehr vorkommen (z. B. auf dem Kopf stehende Buchstaben), und andererseits nur für Korrekturen auf Papier brauchbar sind, nicht jedoch für kurze Anmerkungen in heute üblichen elektronischen Korrekturworkflows z. B. mit Kommentaren in PDF-Dateien. (Quelle: Wikipedia)

Die Grundidee sollte immer Beachtung finden:
Die Ausführung von Korrekturen soll kein Suchspiel werden! Alle Fehler übersichtlich, eindeutig, systematisch kennzeichnen! Alle dazugehörigen Korrekturen übersichtlich, zeilen- oder bildnah vermerken, ist kein Platz vorhanden, dort einen eindeutigen Verweis unterbringen!

Eine Anleitung zur Verwendung der Korrekturzeichen nach DIN 16511 finden Sie hier.

Hier möchten wir Ihnen die gängigsten Bindearten vorstellen: 

Drahtheftung

Drahtheftung / Drahrrückstichheftung
Bindeverfahren, bei dem Einzelblätter oder Falzbogen mit Draht zusammengeheftet werden. Dabei wird der Draht je nach Dicke des Produktes im Heftkopf der Drahtheftmaschine auf eine entsprechende Länge abgeschnitten und zu einer Drahtklammer geformt. Diese Klammer wird durch das zu heftende Produkt getrieben und durch Umbiegen der Klammerenden geschlossen. Wenn die Klammer seitlich durch das Produkt getrieben wird, spricht man von einer seitlichen Drahtheftung. EineDrahtrückstichheftung liegt vor, wenn ein oder mehrere gesammelte Falzbogen durch den Rücken mit Draht geheftet werden. Industriell erfolgt das Drahtheften mit Sammelheftern. Es ist ein sehr leistungsfähiges und kostengünstiges Bindeverfahren. Dem steht jedoch eine geringe Haltbarkeit gegenüber, so dass es meist nur bei kurzlebigen Produkten angewendet wird. Für einfache Werbeprodukte wird stattdessen häufig auch das Falzkleben eingesetzt.

 Ringoese

Drahtheftung mit Ringöse
s.o. jedoch haben die Drahtklammern eine ausgebuchtete Rückenöse als Alternative zur Abheftlochung.

Klebebindung

Klebebindung
Bindeverfahren, bei dem Einzelblätter im Rücken zu einem Buchblock verklebt werden. Falzbogen können klebegebunden werden, indem man den Rückenfalz abschneidet oder abfräst. Das Klebebinden geht zurück auf die von Emil Lumbeck um 1938 erfundene Technik der Fächer-Klebebindung („Lumbecken“), die eine kostengünstige Alternative zum Fadenheften sein sollte. Dabei wird der aus Einzelblättern bestehende Buchblock am Vorderschnitt eingepresst, der Rücken zu beiden Seiten hin aufgefächert und jeweils mit Klebstoff bestrichen. Anschließend wird der Buchblock wieder aufgerichtet und mit Gaze hinterklebt. Diese Art der Klebebindung hat zwar den Vorteil, dass sie relativ stabil ist (denn der Klebstoff dringt durch das Auffächern auch etwas zwischen den Blättern ein und haftet nicht nur an den Blattkanten), ist aber nicht für die Massenfertigung geeignet und wird daher nur in der handwerklichen Buchbinderei eingesetzt.

Industriell erfolgt das Klebebinden mit dem sog. Klebebinder. Hier wird der Buchblock jedoch nicht aufgefächert, so dass der Klebstoff nur an den Blattkanten haftet. Um dennoch eine hohe Festigkeit der Klebebindung zu erreichen wird der Buchblock-Rücken von dem Auftragen des Klebstoffs aufgeraut. Daraus ergibt sich eine größere Klebefläche und eine höhere Festigkeit.

Die Sicherstellung der erforderlichen Festigkeitswerte ist trotz ständiger technischer Entwicklung bis heute nicht vollständig gelöst. Das liegt nicht zuletzt an der Vielzahl unterschiedlicher Papiersorten, für die der geeignete Klebstoff und die optimale Verarbeitungsweise oft erst experimentell gefunden werden müssen. Grundsätzlich sind für das Klebebinden Dispersions-Klebstoff, Hotmelt und PUR-Klebstoff geeignet. Von diesen drei Klebstoff-Arten zeigt jedoch nur PUR-Klebstoff hohe Festigkeitswerte, die unanhängig von der verklebten Papiersorte sind.
Die Festigkeit einer Klebebindung wird mit dem Pulltest und dem Flextest objektiv geprüft.

Spiralbindung

Ringbindung / Spiralbindung

ist eine beliebte Buch- oder Blattbindeart, die besonders gerne für Präsentationen Verwendung findet. Mit einem Metalldraht wird eine Art Doppelspirale gebildet, die durch die vorher gelochten Papierblätter verläuft. Manchmal wird auch eine Art Kunststoffkamm verwendet. Es handelt sich um eine preisgünstige und gleichzeitig stabile Bindeart. Der Nachteil ist, dass durch die notwendige Lochung der Blätter Nutzfläche verloren geht. Je nach Buch- oder Kalenderstärke kommen unterschiedliche Spiraldurchmesser zum Einsatz. Man unterscheidet zwischen Plastikspiralen (hergestellt aus Hart-PVC) und Drahtspiralen (mit einem dünnen Nylon-Mantel beschichtet).

Deckenband

Deckenband / Buchbindung
Bucheinband, bei dem Buchblock und Buchdecke in zwei getrennten Arbeitsgängen gefertigt werden und erst zum Schluss miteinander verbunden werden (Anpappen). Die Passgenauigkeit von Buchblock und Buchdecke (insbesondere was die Rückenbreite betrifft) muss durch die zeitlich nachgeordnete Fertigung der Buchdecke, durch vorherige Musterfertigung oder durch genaue Erfahrungswerte sichergestellt werden. 

Fadenheftung

Fadenheftung
Bindeverfahren, bei dem die einzelnen Falzbogen (Lagen) eines Buches oder einer Broschur mit Heftfaden verbunden werden. Der Heftfaden hat hauptsächlich die Aufgabe, die Lagen in sich zusammen zu halten. Bei mehrlagigen Produkten werden die Lagen untereinander durch das Ableimen verbunden.
Beim handwerklichen Fadenheften wird auf Heftbünde geheftet, die die Querverbindung der Lagen herstellen sollen. Dabei wird der Heftfaden durch jede Lage geführt, läuft außen um die Heftbänder und wechselt an den äußeren Heftbünden („Fitzbünde“) in die nächste Lage (Durchausheftung).
Im Unterschied dazu wird in der Fadenheftmaschine mit mehreren Heftabschnitten gearbeitet, die gleichmäßig über den Buchblock-Rücken verteilt sind. In jedem Heftabschnitt wird ein Heftfaden von der Nähnadel zur Hakennadel geführt. Bei mehrlagigen Produkten entsteht durch die Weiterführung des Heftfadens an der Nähnadel und durch die Bildung einer Schlaufe an der Hakennadel eine Querverbindung der Lagen. Aus diesem Grund erfolgt das maschinelle Fadenheften heute meistens ohne Heftbünde.
Im Vergleich zu anderen Bindeverfahren ist das Fadenheften die beste und haltbarste Technik, jedoch auch die teuerste.

  Quellen: Wikipedia, zfamedien
Hardcover mit PUR Klebebindung

Hardcover mit PUR-Klebebindung

Hardcover mit PUR-Klebebindung Bei dieser extrem hochwertigen Bindeart wird der Buchblock mit einer PUR-Klebebindung in eine feste Umschlagspappe von 2,5 mm Dicke eingehängt. Für die PUR-Klebebindung wird ein Polyurethanklebstoff verwendet, der eine sehr gute dauerhafte Haltbarkeit auch bei Inhaltspapieren mit höheren Grammaturen garantiert. Bitte beachten Sie, dass die Umschlagsinnenseiten von Hardcover-Büchern nicht bedruckt werden können. Es können Blockstärken von 3 mm bis 50 mm verarbeitet werden. Für Hardcoverbücher ist eine Veredelung des Umschlags mit einer Glanz- oder Mattfolie obligatorisch.

Hardcover mit Fadenbindung  

Hardcover mit Fadenheftung

Die Fadenheftung ist die haltbarste Bindungsart. Hierbei werden einzelne Blattlagen (in der Regel zu vier Blatt aus 16 aufeinanderfolgenden Buchseiten) mittig gefalzt, im Falz vernäht und mit den weiteren Lagen des Gesamtwerkes am Rücken verknotet und somit zu einem kompletten Buchblock zusammengefügt.
Da die Lagen mit je 4 Blättern (selten auch 8 Blatt) ausgeführt werden, sollte die Seitenzahl eines Buches mit Fadenheftung idealerweise ein Vielfaches von 16 sein; ist dies nicht möglich, weicht der Blattumfang der letzten Blattlage im Buch entsprechend ab und wird gegebenenfalls mit Leerseiten aufgefüllt.

Softcover   

Softcover-Bindung

Die Softcover-Bindung ist der Klassiker unter den Klebe-Bindearten und wird auch als „Taschenbuchbindung“ bezeichnet. Bei der Softcover-Bindung wird für den Umschlag ein stärkerer, aber flexibler Karton verwendet. Der Buchblock wird zur besseren Haltbarkeit an der Bindekante angefräst und unter Druck mit heißem Leim in den Umschlag gepresst. Die Bindung von Softcover-Büchern kann als Hotmelt-Klebebindung oder als hochwertigere PUR-Klebebebindung ausgeführt werden. Es können grundsätzlich Blockstärken von 2 mm bis 55 mm verarbeitet werden. Bücher mit Buchrückenstärken unter 4 mm erhalten eine 2-fach Rillung. Bei Büchern ab 4 mm Buchrückenstärke wird der Umschlag 4-fach gerillt.

Rückendrahtheftung    Rückendrahtheftung

Bei der 2-fach-Rückendrahtheftung werden zusammengetragene Blattlagen entlang der Falzlinie (i.d.R. Heftmitte) mit 2 Klammern geheftet und anschließend gefalzt (sog. Lagenfalz). Mit dieser preiswerten und haltbaren Heftung für Drucksachen mit geringen Seitenumfängen können Blockstärken bis 4,5 mm (geschlossen) verarbeitet werden.

Drahtkammbindung    Drahtkammbindung

Bei der Drahtkammbindung werden die vorgestanzten Buchblöcke in Drahtkämme eingehängt, die anschließend maschinell rund zugedrückt werden. Durch die spezielle Einhängemethode und einer ausreichend engen Pressung wird verhindert, dass sich die die Blätter im Normalgebrauch aus der Nahtlinie herauslösen. Drahtkammbindungen eignen sich hervorragend für Arbeitsmaterialien in kleinen und mittleren Auflagen, welche OFFEN aufgeschlagen am Tisch liegen bleiben sollen. Die Blockstärke für Drahtkammbindungen ist auf 20 mm begrenzt. 

Spiralbindung    Spiralbindung

Bei der Spiralbindung handelt es sich um einen spiralförmigen Kunststoffdraht, der in den vorgestanzten Buchblock eingedreht wird und den Enden eingebogen (geschlossen) wird. Dadurch hat diese Bindelösung eine sogenannte „Steigung“, d.h. beim Aufschlagen versetzen sich die Buchhälften geringfügig zueinander entlang der Bindekante. Durch den geschlossenen Kunstoffdraht und der Elastizität des Materials ist diese Bindeart strapazierfähiger als die Drahtkammbindung. Die Spirale wird in neutralem transparentem Kunststoff angeboten. Die Spiraldurchmesser sind auf die gängigsten Buchblockstärken beschränkt. Es können Blockstärken bis 18 mm verarbeitet werden. Spiralbindungen eignen sich für Arbeitsmaterialien in kleinen und mittleren Auflagen, welche OFFEN aufgeschlagen am Tisch liegen bleiben sollen.

Briefumschlag

 
umschlag C4

Ursprünglich wurden Briefe nicht in separaten Briefhüllen verpackt, sondern lediglich durch Umfalten oder Aufrollen und Versiegeln vor unberechtigtem Zugriff geschützt, da Papier ein kostbarer Rohstoff war. Später wurde dieser Vorgang aus betriebswirtschaftlicher Sicht immer kostenintensiver und aufwändiger als ein fertig konfektionierter Umschlag zum Einstecken und Verschließen des Schreibens. Im heutigen Schriftverkehr werden fast ausschließlich Briefumschläge zum Schutz der Inhalte verwendet, mit Ausnahme von Postwurfsendungen.

Briefumschlagpapier muss undurchsichtig, beschreibbar, bedruckbar und faltfest sein. Es wird holzfrei und holzhaltig, einseitig glatt oder satiniert, weiß und farbig hergestellt, aber auch Recyclingpapier mit Blauem Engel findet Verwendung. 

Neuerdings werden für Briefumschläge verstärkt FSC-Papiere eingesetzt, deren Zellstoff aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt. FSC-Umschläge können das FSC-Logo oder das Logo des WWF-Pandabären tragen. 

Es gibt auch Umschläge aus Kunststofffasern, aus transparenter oder transluzenter Folie sowie Umschläge aus Papyrolin, einem fadenverstärkten Material. 

(Quelle: Wikipedia)

size illustration

Die Standardgrößen für Papierformate in Deutschland sind die vom Deutschen Institut für Normung (DIN) erstmals 1922 in der DIN-Norm DIN 476 festgelegten Formate. Das Verhältnis zwischen Breite und Höhe beträgt bei allen Formaten:

1 : 1,414213 

Entwickelt wurde der Standard vom deutschen Ingenieur Walter Porstmann. Es gibt 4 Reihen, die mit A bis D bezeichnet und jeweils in 11 Klassen unterteilt werden, welche nach absteigender Größe von 0 bis 10 durchnummeriert sind.

Aus der Kombination dieser beiden Eigenschaften ergibt sich die übliche Bezeichnung, z. B. A4 (210 mm × 297 mm) oder C6 (114 mm × 162 mm), ggf. wird „DIN“ oder „ISO“ vorangestellt. Davon abweichend gibt es in der DIN-, aber nicht in der ISO-Norm, Formate, die größer als die Klasse 0 sind. Diesen wird ein numerisches Präfix vorangestellt, z. B. 2A0 für doppeltes A0. Die Größe der Formate ist in ganzen Millimetern spezifiziert. Die Toleranz beträgt bei Maßen bis 150 mm ±1,5 mm, bei Maßen bis 600 mm ±2 mm und darüber ±3 mm. (Quelle: Wikipedia)

Eine ausführliche Tabelle mit den Angaben und Bemassungen der unterschiedlichen Klassen finden Sie hier.

drucktechnik

Die verschiedenen Druckverfahren werden im allgemeinen nach der Art und Weise bezeichnet, wie die Farbe gezielt auf das Papier kommt bzw. wie dies gezielt verhindert wird.

Tiefdruck

Beim Tiefdruck drucken die vertieften Stellen, in ihnen bleibt die Farbe hängen. Die Erhabenen Stellen des Druckstocks werden durch ein Rakel von Farbe gereinigt und übertragen dadurch keine Farbe.

Hochdruck (Buchdruck, oder Letterpress)
Hierbei drucken die Partien die erhaben sind. Die Druckfarbe wird über den Druckstock gerollt und Vertiefungen werden nicht eingefärbt und übertragen folglich keine Farbe auf das Papier. Zum Hochdruck gehören z.B. die gute alte Gutenberg-Presse sowie Holz- und Linol-Schnitt.

Siebdruck
Hierbei wird die Farbe durch ein Netz (Sieb) auf den Druckträger, z.B. Papier, gedrückt. Die Stellen des Siebs, die keine Farbe durchlassen sollen, sind geschlossen worden - praktisch zugekleistert.

Flexodruck
Mischform aus Tiefdruck und Hochdruck. Die Druckform ist aus Gummi oder Kunststoff und enspricht in der Funktionsweise dem Hochdruck. Die Einfärbung der Druckform passiert mit einer Rasterwalze mit Rakel und enspricht damit dem Tiefdruck. Haupteinsatzgebiet des Flexodrucks ist die Bedruckung von Verpackungen und Etiketten aus Folie/Kunststoff, die in anderen Druckverfahren gar nicht oder nur problematisch zu bedrucken sind.

Offsetdruck (Flachdruck)
Hierbei haben die druckenden und nicht druckenden Stellen keinen Höhenunterschied, daher die Bezeichnung Flachdruck. Druckende Stellen der Druckform nehmen Farbe an , nicht druckende Partien tun dies nicht. 
Wichtigste Variante des Offsetdrucks ist der Naßoffset. Hierbei läßt sich der technische "Trick" des Offsetdrucks am besten erklären. Die Druckform ist aus feinst aufgerauhtem Aluminium. Diese ist überzogen mit einer lichtempfindlichen, wasserabweisenden Schicht. Durch Belichtung und anschließendes Auswaschen ist die Druckform fertig unterteilt in druckende Partien (durch die wasserabweisende Beschichtung) und nicht druckende Partien (durch das aufgerauhte, wasserführende Aluminium). In der Druckmaschine wird diese Druckplatte mit einem hauchdünnen Wasserfilm versehen und anschließend mit Walzen die fettige Farbe aufgetragen. Die nichtdruckenden Stellen sind durch den Wasserfilm geschützt und können keine Farbe annehmen. Das Druckbild wird auf ein Gummituch übertragen und von da aus auf den Bedruckstoff (Papier). Durch die Zwischenstufe Gummituch spricht man beim Offsetdruck auch von einem indirektem Druckverfahren.
Je nachdem wie der Bedruckstoff vorliegt spricht man von Bogen- bzw. Rollenoffset. Weitere Unterscheidungen sind die Art der Trocknung (Coldset, Heatset, UV-Offset).
Heute ist der Offsetdruck das Druckverfahren, in dem mit Abstand die meisten Drucksachen erstellt werden.

korrekturzeichen


Nach dem Druck kann das Papier vielfältig weiterverarbeitet werden, fast immer jedoch wird das Papier gefalzt. Papiere mit einer geringeren Flächenmasse als 170 g/m
können normalerweise direkt gefalzt werden, Papiere mit höheren Flächenmassen sollten vor dem Falzen gerillt werden.

Viele Produktionsstörungen und Qualitätsdefizite, die beim Falzen auftreten, sind papierbedingt. Diese Probleme können durch richtige Papierwahl vermieden werden.

Einflussgrößen sind unter anderem:
Das Papiervolumen

Während das Flächengewicht (besser: flächenbezogene Masse) in Gramm je Quadratmeter angegeben wird, ist das Papiervolumen eine Verhältniszahl, die aussagt, wie dick ein Bogen im Verhältnis zu seinem Flächengewicht ist:

Dicke : Flächengewicht = Volumen.

Einfaches Volumen bedeutet z. B., dass ein 80 g/m2 schweres Papier annähernd 0,080 mm, also 80 Tausendstel mm, dick ist.

Bei eineinhalbfachem Volumen wäre ein Papier mit gleichem Flächengewicht um die Hälfte dicker (0,120 mm). Bei halbem Volumen wäre es um die Hälfte dünner (0,040 mm).
Je dicker ein Papier ist, desto geringer ist die Zahl der möglichen Falzbrüche.

 

Für einfaches Volumen gelten folgende Richtwerte:
Einbruch bis 250 g/m2
Zweibruch bis 150 g/m2
Dreibruch bis 130 g/m2
Vierbruch bis 100 g/m2

 

Die Laufrichtung
Sie liegt am günstigsten parallel zum letzten Bruch und muss deshalb auf die Falzfolge abgestimmt werden. Breitbahn bedeutet, dass die Laufrichtung der Papierfasern parallel zur kürzeren Seite des Bogens liegt und die Fasern gegen die breite Seite des Bogens zeigen. Schmalbahn heißt, dass die Laufrichtung der Papierfasern parallel zur längeren Seite des Bogens liegt und die Fasern gegen die schmale Seite des Bogens zeigen.

Da für den Druckbogen Schmalbahn gefordert wird, ist es oft sinnvoll, mehrere Falzbogen auf einem Druckbogen zu drucken und vor dem Falzen zu trennen oder im Doppelstrom zu verarbeiten. Damit wird die richtige Laufrichtung für Druck und Weiterverarbeitung erreicht. Die Laufrichtung kann bei Papier am bequemsten mittels Nagel- oder Reißprobe überprüft werden. Bei Karton bietet sich die Biegeprobe an.

Restfeuchte/klimatische Bedingungen
Einen weiterern Einfluss besitzt die Restfeuchte im Papier. Die Papierfasern haben das Bestreben, sich den klimatischen Bedingungen der Umgebung anzupassen. Das Papier wird mit einer relativen Restfeuchte von ca. 50 % ausgeliefert. Bei einemfeuchten Klima nimmt das Papier Feuchtigkeit auf und bei einem trockenen Klima gibt es Feuchtigkeit ab. Auch bei Hitzeeinwirkung z.B. durch einen IR-Trockner in der Druckmaschine wird die Feuchtigkeit im Papier geringer.

Überdrucken vom Falz
Bei Falztests wurde festgestellt, dass nach dem Bedrucken des Papieres über den Falz die Falzqualität schlechter und damit der Strichbruch stärker wurde. In einer umfangreichen Laboruntersuchung wurden die Festigkeiten des Papieres vor und nach dem Drucken gemessen. Die Laborwerte ergaben, dass das Papier an Elastizität verliert. Die Verfestigung entsteht in Abhängigkeit mit den Bindemitteln der Druckfarbe. Je mehr Bindemittel in das Papiergefüge eindringen und dieses versprödet, desto mehr verstärkt sich das Strichbrechen. Besonders bei UV-Farben und UV-Lacken kann es zu einer sehr starken Versprödung des Papieres kommen, was einen starken Strichbruch zur Folge hat.

Einstellung der Falzmaschine
Die heutigen Falzmaschinen arbeiten mit sehr hohen Geschwindigkeiten und exakter Präzision. Die Einstellung der digital gesteuerten Falzmaschinen erfolgt über eine automatische Voreinstellung von einem Falzprogramm. Eine genaue Justierung der Falzwalzen ist aber weiterhin ein wichtiger Einfluss für die Falzqualität. Ein scharfkantiger Falz ist hinsichtlich Strichbrechen empfindlicher. Dieser wird durch zu starken Pressdruck auf das Papier begünstigt. Auch die Qualität der Falzwalzen ist von Bedeutung. Elastische Walzen verringern den Pressdruck und verbessern das Falzergebnis. Die heutigen Soft-PU-Walzen benötigen den geringsten Pressdruck und zeigen dadurch beim Falzen das beste Ergebnis hinsichtlich Strichbrechen. Bei demSchwertfalzprinzip wird der Falzbogen nur durch 2 Walzen im Falzwerk gezogen. Dadurch ist die Belastung für den Falzbogen gegenüber dem Taschenfalzprinzip mit 3 - 5 Falzwalzen etwas geringer. Bei hohen Flächengewichten kann mit dem Schwertfalz gegenüber dem Taschenfalz ein geringfügig besseres Ergebnis hinsichtlich Strichbrechen erreicht werden.

Quelle: www.falzarten.de / zfaMedien

Hier finden Sie einige Beispiele für die gängigsten Falzarten:

Parallelfalz

Parallelfalz

Falzart, bei der die Falzbrüche parallel zueinander liegen. Dazu gehören der Wickelfalz, der Zickzackfalz, der Parallelmittenfalz und der Fensterfalz.

 Wickelfalz Wickelfalz

Parallelfalz, bei dem zwei oder mehrere Teile des Falzbogens um einen weiteren Teil in gleiche Richtung nach innen gefalzt werden.

Parallelmittenfalz Parallelmittenfalz

Falzart, bei der die Falzbrüche parallel zueinander liegen und ein zweites Mal mittig gefalzt wird.

Leporello

Leporello

Andere Bezeichnung für Zick-Zack-Falz. Die Falzbrüche liegen ebenfalls parallel zueinander, werden aber in verschiedene Richtungen umeinander gefalzt.

geschl Leporello

 

Leporello geschlossen

Zick-Zack-Falz mit zusätzlichem Parallelfalz.

 

Altarfalz

 

Altarfalz

Parallel-Falzung mit beidseitig eingeschlagenen Klappen als 6-seitiger Falz.

 

geschl Altarfalz

 

Altarfalz, geschlossen

Parallel-Falzung mit beidseitig eingeschlagenen Klappen und zusätzlichem Falzbruch in der Mitte als 8-seitiger Falz.

Kreuzfalz

Kreuzfalz

Hier wird der Bogen mehrfach im rechten Winkel gefalzt. Dieses Verfahren findet bei der Herstellung von Broschüren, Zeitschriften, Büchern Anwendung, für die der Falzbogen geheftet und beschnitten wird. Die Laufrichtung des Papiers sollte mit dem letzten Falz parallel laufen.

hks farbfaecher

Im Bereich Druck ist in Deutschland der HKS-Farbfächer am weitesten verbreitet. Er enthält 3.520 Farbtöne, die sich aus 88 so genannten Basisfarben und ihren jeweils 39 Farbnuancen zusammensetzen. Jede Basisfarbe hat eine Ziffer und einen Buchstaben. Außerdem erhält jede ihrer Farbnuancen eine zusätzliche Ziffer. Auch Lichtechtheit, Wirkung des Farbtons auf dunklem und hellem Grund sowie umgekehrt die Umsetzung von schwarzer und weißer Schrift auf dem Farbton sind auf der einzelnen Fächerkarte zu sehen. 

Entwickelt wurde der Farbfächer 1976 von den Druck- und Künstlerfarbenherstellern Hostmann-Steinberg, Kast + Ehinger und H. Schmincke & Co., die mit ihren Anfangsbuchstaben auch gleichzeitig Namensgeber waren. Sie einigten sich auf eine einheitliche Farbgebung und ermöglichten damit Farbsicherheit für die von ihnen angebotenen Produkte und Anwendungsbereiche für Druck, Textil, Kunststoff, Fahrzeuge und Siebdruck. Anhand des Fächers können sich Designer und Drucker auf einen ganz bestimmten Farbton festlegen und diesen vorhersehbar und wiederholt reproduzieren – unabhängig vom Material, auf das gedruckt wird. Das war eine große Hilfe für die Praxis, denn jedes Material nimmt Farbe anders an.  

So ist für die Farbwirkung im Druck zum Beispiel das verwendete Papier ein sehr wichtiger Faktor. Auf glattem, glänzendem Papier wirken Farben strahlender und leuchtender als beispielsweise auf Naturpapier. Denn der Kontrast vom hellen Papierweiß zur aufgedruckten Farbe ist hier sehr groß. 

Demgegenüber ist Naturpapier nicht ganz so hell, so dass die aufgedruckten Farben weniger hervorstechen und daher anders wirken. Daher müssen die Farben für jede Papierart etwas anders gemischt werden, um gedruckt auch auf verschiedenen Materialien gleich auszusehen. Dementsprechend gibt es die HKS-Farben farbangepasst für verschiedene Papiertypen:

HKS-K für gestrichene Papiere,

HKS-N für Naturpapiere,

HKS-E für Endlospapier und

HKS-Z für Zeitungspapier.

Zudem können die HKS-Farben auch für den Vierfarbdruck in die entsprechenden CMYK-Farben umgerechnet werden, die alle Farbtöne mit den Farben Cyan, Magenta, Gelb (Yellow) und Schwarz darstellen und im Druck am häufigsten Verwendung finden. (Quelle: Wikipedia/Brillux)

pantonefaecher

Das Pantone Matching System (PMS) ist der Name eines Farbsystems, das hauptsächlich in der Grafik- und Druckindustrie eingesetzt wird. Es wurde 1963 von der Pantone LLC, einem amerikanischen Unternehmen mit Sitz in Carlstadt, New Jersey, entwickelt.

Das PMS enthält Sonderfarben, die nicht im herkömmlichen Vierfarbdruck erreicht werden können und ordnet diesen Farben eindeutige Bezeichnungen in Form von Nummern zu. 

Wie bei jedem Farbsystem kann man anhand der Nummerierung die Farben weltweit austauschen, ohne auf die individuelle Farbwahrnehmung angewiesen zu sein.

Das Pantone Matching System besteht aus 14 Basisfarben, die in verschiedenen Farbanteilen miteinander gemischt alle weiteren Farben des Systems ergeben. Präsentiert werden die Farben in Fächerform (die Pantone Formula Guides) und Ringbuchform (Pantone Solid Chips Books), gedruckt auf drei unterschiedlichen Papiersorten: glänzend beschichtet (coated), unbeschichtet (uncoated) und matt beschichtet (matte).

In den Fächern werden zusätzlich zu den Farbfeldern weitere Farbinformationen, wie das Mischungsverhältnis aus den Basisfarben (die Farbrezeptur), veröffentlicht. Für den Druck auf die verschiedenen Papiersorten wird jeweils dieselbe Farbrezeptur verwendet. So kann das Erscheinungsbild einer Farbe je nach bedrucktem Papier variieren. Ziel bei der Erstellung des Pantone Matching System war es nicht, ein einheitliches Erscheinungsbild der Farben unabhängig vom Bedruckstoff zu erreichen, sondern mit einer einheitlichen Farbrezeptur verschiedene Papiersorten zu bedrucken. Deshalb werden Pantone-Sonderfarben nicht nur mit einem Nummerncode sondern auch mit dem entsprechenden Papierkürzel (C = coated, U = uncoated, M = matte) gekennzeichnet.

Das Pantone Matching System hat sich als weltweiter Standard in der Design- und Druckbranche etabliert. Andere Farbsysteme hingegen haben meist eine regional begrenzte Verbreitung, wie das Farbsystem von HKS im deutschsprachigen Raum. (Quelle:Wikipedia)

buch

Durch Papier ist es erst möglich geworden, Wissen und Informationen ungabhängig von Ort und Zeit weiterzugeben. Papier wurde in der Menscheitsgeschichte mehrfach erfunden:

Um Christi Geburt in China
ca. 100-200 v.Chr. in Arabien
ca. 500 v.Chr. in Amerika (Maya)

In Europa kam das Wissen über die Papierherstellung vermutlich über das damalig muslemische Spanien. Ab dem 12. Jahrhundert wurde die Papier-Herstellung in Europa verbessert und produktiver. Mitte des 15. Jahrhunderts folgte durch Gutenberg eine entsprechende Steigerung des Vervielfältigens von Informationen durch Druck. Heute ist Papier aktueller denn je - nicht zuletzt weil es ein nachwachsender Rohstoff ist, der den Hauptbestandteil bildet: der aus Holz gewonne faserige Zellstoff.

Häufig verwendete Begriffe:

Kunstdruckpapiere oder gestrichene Papiere 
Für ein besseres Druckergebnis wird die rauhe Oberfläche des Naturpapiers durch einen Auftrag (Strich) von Füllstoffen (Hauptbestandteil Kreide) egalisiert. Zusätzlich läßt sich das Erscheinungsbild beeinflussen (glänzend, seidig, matt). Zusätzlich unterstützen die Füllstoffe die Trocknung der Druckfarbe.
Hauptverwendung: Broschüren, Prospekte, Kataloge, werbliche Drucksachen 

Naturpapiere oder ungestrichene Papiere 
Um Staubbildung zu vermeiden ist das Papier meist oberflächengeleimt, ansonsten wird die Oberfläche rauh belassen.
Hauptverwendung: Korrespondenz, Geschäftspapiere, Vordrucke für Laser- und Innjet-Drucker

Satinierte Papiere 
Durch Druck und Reibung wird die Oberfläche des Papiers geglättet es wird aber kein Füllstoff verwendet.
Hauptverwendung: Farb-Laserdrucker, Geschäftskarten 

Chromosulfatkarton
Durch einen anderen aber aufwendigeren Herstellungsprozess wird eine größere Festigkeit und Steifheit des Material erzielt. 
Hauptverwendung: Kartonagen/Verpackungen, aber auch Mappen, Postkarten etc.

Papier / Karton / Pappe 
je nach der Dicke wird von Papier, Karton oder Pappe gesprochen. 

Bütten-Papier
Aus der Mode gekommene Papierart, die manuell hergestellt wird und einen rauhen Rand sowie eine leicht wellige Oberfläche besitzt.

Farbige Papiere
Durch die günstige Fertigung von Farbdrucken, werden farbige Papiere heute eher selten eingesetzt.
Hauptverwendung: Register, Eintrittskarten, Organisation 

Link zum Papierlexikon der IGEPA für weitere Information rund um Papier: www.igepa.de/papierlexikon/papier-lexikon_a.htm

zusammentrag klein

Bei der Weiterverarbeitung oder buchbinderischen Weiterverarbeitung spielt die Kreativität eine große Rolle und es gibt daher schier endlose Möglichkeiten. Falzen, Heften, Ösen, Rillen, Lochen, Lolli ankleben, Knopf annähen etc. 

Hier sollen daher nur die gebräuchlichste Technik erwähnt werden.

Schneiden
Oft wird mit mehreren Nutzen auf einem Druckbogen gedruckt. Ist das Druckbild im Anschnitt (randabfallend), muß das Druckbild über das eigentliche Endformat hinaus gedruckt werden (Anschnitt). In der Schneidemaschine werden die Nutzen getrennt und auf gewünschte Format beschnitten. Dies passiert sofort in einem Stapel von z.B. 10 - 15 cm Höhe. Täglich werden mehrere Tonnen an Papier durch die Schneidemaschine bewegt, um die Arbeit zu erleichtern und zu beschleunigen, wird der Stapel dem Bediener gleich in richtiger Griffhöhe bereitgestellt, gerüttelt, kraftsparend über Luftkissen transportiert und nach dem Schneiden automatisch wieder auf Palette abgesetzt. Die notwendigen Schneideprogamme für die verschiedenen Produkte werden abgespeichert und können wieder aufgerufen werden. Selbst die Mengenerfassung erfolgt durch eine integrierte Waage automatisch. 

Für einige Produkte ist die Schneidemaschine nicht notwendig. 
So werden A4 Briefbogen/ Vordrucke für Laser-/Inkjetdrucker direkt nach dem Drucken in einer Fertigungslinie herausgeschnitten, gezählt und in fertigen Stapeln ausgeworfen.
Auch bei der Erstellung von Prospekten/Broschüren/Katalogen kommen die Druckbögen von der Druckmaschine direkt in die Falzmaschine ohne vorher beschnitten zu werden. Das beschneiden auf Endformat erfolgt dann später im Sammelhefter oder Klebebinder.

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